Auktionshaus oder Direktverkauf.
Für die meisten Bestände brauchen Sie kein Auktionshaus. Warum das so ist – und wann es doch die bessere Wahl ist.
Wer ein Gemälde oder einen Nachlass zu verkaufen hat, denkt zuerst an ein Auktionshaus. In den meisten Fällen ist das nicht der beste Weg: Ein Fünftel bis ein Viertel des Erlöses geht an Provisionen, zwischen Einlieferung und Auszahlung vergehen Monate, und bei gemischten Beständen bleibt der größte Teil ohnehin liegen. Hier steht, was Sie vorher wissen sollten – auch, wann die Auktion die richtige Entscheidung ist.
Wann der Direktverkauf besser passt
Der Normalfall sieht anders aus: ein Haushalt, der geräumt werden muss, ein Nachlass mit vielen Stücken unterschiedlicher Güte, ein Bild ohne klaren Namen, Möbel, Porzellan, Teppiche. Für solche Bestände nimmt ein Auktionshaus oft nur die Rosinen und lässt den Rest liegen – den Sie dann immer noch am Hals haben.
Wir machen ein Angebot für alles zusammen, zahlen sofort und holen selbst ab. Kein Aufgeld, keine Einliefererprovision, keine Katalogkosten, keine Wartezeit, kein Rückläufer. Was Sie bekommen, steht fest, bevor Sie zusagen. Der Preis liegt in der Regel unter einem glücklichen Auktionszuschlag und über dem, was nach Abzug aller Kosten und Monate am Ende übrig bleibt, wenn es nicht glücklich läuft.
Was ein Auktionshaus kostet und wie lange es dauert
Bei einer Einlieferung geht ein Teil des Erlöses an das Haus. Üblich sind je nach Haus und Objektwert etwa 15 bis 25 Prozent vom Zuschlag, dazu kommen oft Kosten für Fotografie, Katalog und Versicherung. Der Käufer zahlt obendrauf ein Aufgeld, was den Preis drückt, den er zu bieten bereit ist.
Dazu kommt die Zeit. Die meisten Häuser versteigern zwei- bis viermal im Jahr, die Einlieferung schließt Wochen vorher. Von der Abgabe bis zum Geld vergehen häufig drei bis sechs Monate. Und am Ende steht keine Garantie: Wird der Mindestpreis nicht erreicht, bekommen Sie das Stück zurück – und haben Zeit verloren.
Wann das Auktionshaus trotzdem die bessere Wahl ist
Bei einem Werk mit klarem Namen, gesicherter Zuschreibung und internationalem Markt kann eine Auktion mehr bringen, als jeder Händler zahlen kann. Wenn zwei Sammler um dasselbe Bild bieten, entsteht ein Preis, den kein Einzelner vorher kalkuliert hätte. Das gilt für bekannte Namen, für museale Stücke und für alles, wo die Nachfrage die Seltenheit deutlich übersteigt.
Wenn wir bei einer Besichtigung ein solches Stück sehen, sagen wir Ihnen das. Es kommt selten vor, aber es kommt vor – und dann ist der Hinweis mehr wert als ein schnelles Geschäft. Mit Auktionshäusern arbeiten wir seit Jahrzehnten zusammen, auch auf der Einliefererseite.
So einfach geht der Ankauf
Foto senden
Ein Handyfoto per E-Mail oder Anruf genügt für eine erste, ehrliche Einschätzung.
Termin & Besichtigung
Wir besichtigen bei Ihnen zu Hause – am Wochenende und abends unverbindlich möglich.
Ankauf & Abholung
Fairer Preis, sofortige Abwicklung, Abholung und Versand nach Absprache (FedEx weltweit).
Häufige Fragen
Zahlt ein Händler nicht grundsätzlich weniger als eine Auktion?
Weniger als ein guter Zuschlag: ja. Weniger als das, was nach Provision, Aufgeld und Nebenkosten tatsächlich bei Ihnen ankommt: oft nicht. Rechnen Sie bei der Auktion mit etwa einem Fünftel bis einem Viertel Abzug und mehreren Monaten – und mit dem Risiko, dass das Stück zurückkommt.
Ich habe ein wirklich wertvolles Bild. Was raten Sie?
Dann sagen wir Ihnen offen, wenn eine Auktion der bessere Weg ist, und nennen Ihnen auch das passende Haus. Eine ehrliche Auskunft kostet uns gelegentlich ein Geschäft, bringt aber Empfehlungen – davon leben wir seit 1979.
Kann ich beides kombinieren?
Ja, das ist bei Nachlässen sogar üblich: Einzelne Spitzenstücke gehen in die Auktion, den übrigen Bestand kaufen wir an. So bleibt nichts liegen und Sie müssen den Haushalt nicht zweimal räumen.
Was ist mit Online-Plattformen?
Dort verkaufen Sie selbst – mit Fotos, Beschreibung, Fragen von Interessenten, Verpackung, Versand und dem Risiko der Rücksendung. Bei einem einzelnen, gut verkäuflichen Stück kann sich das lohnen. Bei einem ganzen Haushalt wird es schnell zur Lebensaufgabe.
Wie schnell geht es bei Ihnen wirklich?
Auf Fotos antworten wir meist am selben oder nächsten Tag, einen Besichtigungstermin finden wir in der Regel innerhalb einer Woche. Bei Einigung wird am selben Tag gezahlt, bar oder per Überweisung.